Das Telefon klingelt und man hat eine Kaffeetasse und eine Zeitung in der Hand. Dies sind Momente in denen schnell klar wird: Ein Beistelltisch muss her. Schließlich sind sie klein, nützlich und sie gehören ein Stück weit auch zur Einrichtung. Zwar hat man mit der Anschaffung eines Beistelltisches noch kein ganzes Haus umgestellt, aber oft macht unterstreicht ein dezent gewählter Tisch den ganzheitlichen Stil der Wohnung, während ein eher unüblicher Beistelltisch ein wenig neue Frische und Abwechslung bringt.
Außerdem ist er groß genug, um wichtige Kleinigkeiten für kurze Zeit abzulegen und an zentralen Punkten der Wohnung nicht immer der weite Weg zu einer anderen Ablage überbrückt werden muss und klein genug, damit sich nicht zu viele, große Dinge darauf anhäufen lassen und so beim Besucher einen unordentlichen Eindruck hinterlassen.
Der Beistelltisch hat in gewisser Weise auch eine Geschichte. Sie wurden schon zu Zeiten von Louis XIV. benutzt, als Abstellfläche für Vasen und andere Dekorationsgegenstände. Diese waren aber nicht sehr schlicht gehalten, sondern mit den unterschiedlichsten Formen und Verzierungen wie zum Beispiel mit Silber und Gold geschmückt. Es gibt also auch antike Versionen des modernen Beistelltisches, doch damals war er eher ein Symbol des Reichtums und des Wohlstandes der ihn besitzenden Person. Oft waren antike Figuren mit in den Tisch eingearbeitet und erzählten Geschichten. Er wird auch als Guéridon bezeichnet. Einer Erzählung zu Folge bekam der Beistelltisch diesen Namen durch ein Bild eines kleinen versklavten Jungen, der ein Tablett in den Händen hielt, auf dem Verschiedenes abgestellt werden konnte. Dieser Name weitete sich dann als Begriff auf alle Arten von Beistelltischen aus.